TRAUMA UND MEDITATION

Das 13. Schweizer Bildungsfestival in Weggis widmet sich zwei Themen, die in unserer Zeit Hochkonjunktur haben haben, aber nur äusserst selten miteinander in Verbindung gebracht werden. Trauma und akkumulierter Stress sind der Boden für viele Krankheiten und Syndrome. Meditation zielt breitflächig auf ein bewussteres Leben und ein zwischenzeitliches Zur-Ruhe-Kommen hin. Was passiert aber wirklich, wenn traumatisierte und übermässig gestresste Menschen meditieren? Der Neurobiologe Prof. Joachim Bauer, die buddhistische Meditationslehrerin Sylvia Wetzel und der somatisch ausgerichtete Trauma-Spezialist Dr. Peter A. Levine zeichnen in diesen vier Tagen vom 15. bis zum 18. August 2019 ein Bild bezüglich Chancen und Gefahren von Meditation - wenn im Hintergrund nicht bewältigte traumatische Erfahrungen stecken.

Die drei Haupt-Referierenden haben je einen Tag Zeit, ihre Perspektive aufzuzeigen - sie werden das in einem individuell geprägten Mix von Theorie und praktischen Übungen tun. Wer nicht das ganze Bildungsfestival besuchen kann (was an sich schade ist), kann auch einzelne Tage bei einem oder zwei der hochklassigen Referierenden besuchen. Ergänzt wird das Tagesprogramm wie immer auch mit Abend- oder Morgen-Workshops und einem Open-Air-Konzert, für das wir am Samstagabend die inzwischen 93jährige Soul-Sängerin Othella Dallas verpflichten konnten. Unglaublich, wie sie - einmal auf der Bühne - auch heute noch erstklassige Auftritte generiert!

Das Detailprogramm des 13. Schweizer Bildungsfestivals präsentiert sich wie folgt:

Festival Programm   | A N M E L D U N G


Donnerstag, 15. August 2019

10.30 Uhr Eröffnung
mit Dr. Urs Honauer (CH), Gastgeber und Initiator des Bildungsfestivals


10.45 - 13.00 Uhr und 15.00 - 18.15 Uhr
Wo sind wir, wenn wir meditieren? - Meditation als Kunst der Selbst-Begegnung
Prof. Dr. Joachim Bauer (DE)

Anfang dieses Jahrhunderts waren zwei neurowissenschaftliche Forscher-Communities unterwegs, die unterschiedlichen Fragen nachgingen und beim selben Ziel landeten. Die einen untersuchten, was das Gehirn tut, wenn es keine Aufgaben zu erledigen hat (wenn es also -scheinbar- "nichts" tut) und entdeckten das "Default Mode Network" (DMN). Die anderen beschäftigten sich mit der Frage, wo im Gehirn unser "Selbst" verortet ist und entdeckten die "Self Networks". Die Strukturen des DMN und der Self Networks sind weitgehend identisch. Unser "Selbst" ist jedoch kein pures Selbst, es überlappt sich mit den "Du" signifikanter anderer Menschen und mit dem "Wir" der Gemeinschaft, der wir uns zugehörig fühlen. Weche Erkenntnisse können wir daraus ziehen? (Literatur siehe Joachim Bauer: "Selbststeuerung" und "Wie wir werden wer wir sind").


20.00 - 21.00 Uhr
Buddhistische Abendmeditation

Geführte Meditation: Anleitung zum stillen Sitzen, mit Freundlichkeit und Mitgefühl, und ein paar Minuten Singen im Stehen.
Sylvia Wetzel (DE)

 



Freitag, 16. August 2019

8.00 - 9.15 Uhr
Sivananda -Yoga
Integrale Yoga- und Mediationspraxis
wir beginnen den zweiten Tag des diesjährigen Bildungfestivals mit einen SIVANANDA-YOGA-Morgensession, geleitet von Hedi Bauer, die in Berlin als Yogalehrerin arbeitet und in der grossen Tradition des indischen Yogameisters und Arztes Swami Sivananda (1887-1963) lehrt.
Hedi Bauer (DE)

 

10.00 - 13.00 Uhr und 15.00 - 18.15 Uhr
Meditation und Vertrauen – der Boden für heilsame Veränderung
Sylvia Wetzel (DE) 

Menschen mit traumatischen Erfahrungen haben oft wenig Vertrauen in sich und andere, und das behindert und verhindert ihren Weg der Heilung. Vertrauen wieder neu zu entdecken, ist eine Grundbedingung für positive Veränderung. Neben verlässlichen Beziehungen und positive Körpererfahrungen, Freude an der Natur oder spezifischen Tätigkeiten, die uns interessieren, ist auch das Pflegen von nicht verletzten Teilen elementar. Es gibt Dimensionen in uns und anderen, die nicht verletzt sind, wo wir uns jenseits von Worten verbunden fühlen mit anderen Menschen und mit allem, was ist. An diesem zweiten Tag des Bildungsfestivals 2019 vermittelt Sylvia Wetzel kognitive, imaginative und meditative Verfahren zum Aufbau von Vertrauen im Mensch-Sein. Darauf aufbauend zeigt sie, wie Meditieren bei der Überwindung von Krisen eine bedeutsame Rolle spielen kann. Sie knüpft dabei an eigenen Erfahrungen mit Geborgenheit



20.00 - 21.30 Uhr
Polarity - der tiefe Puls als meditativer Fokus
Jim Feil (USA)

Im Polarity-Modell von Dr. Randolph Stone ist die Ausrichtung auf den tief in uns verankerten "tiefen Puls" zentral, weil wir damit eine unserer grössten Ressourcen aktivieren. Es ist der Ort, an dem die energetischen und physiologischen Systeme des Körpers neu und voller Kraft aufgeschaltet werden können. In Verbindung mit diesem tiefen Puls entsteht ein Zustand, den wir oft als meditative Trance erleben. Das Phänomen dieses speziellen meditativen Fokus wird an diesem Abend von Dr. Jim Feil, dem Ausbildungsleiter des Polarity-Therapie-Trainings an unserem Institut erst theoretisch erklärt und dann mittels Live-Demo und Übungen für die Anwesenden vertieft.

 



Samstag, 17. August 2019

8.15 - 9.15 Uhr
Traumasensitives Qi Gong
Pendeln zwischen den Polaritäten
Paki E. Heisserer (CH)

 

10.00 - 13.00 und 15.00 - 18.15 Uhr
Trauma und Meditation

Dr. Peter A. Levine (USA)

 

20.00 Uhr
OTHELLA DALLAS & BAND
Free & Easy - Open Air Konzert im Pavillon am See

Othella Dallas trägt die Musik tief in ihrem Herzen. Bis heute brennt das Feuer des Soul und des Jazz in der 93-jährigen Soul-Legende aus Memphis (USA). Sie gehört schweizweit zu den faszinierendsten Live-Acts.  Und sie versteht es, den Funken überspringen zu lassen.

Othella Dallas

 



Sonntag, 18. August 2019
8.00 - 9.00 Uhr
Buddhistische Morgenmeditation
Geführte Meditation: Anleitung zum stillen Sitzen, mit Freundlichkeit und Mitgefühl, und ein paar Minuten Singen im Stehen.
Sylvia Wetzel (DE) 


10.00 - 13.00 Uhr und
14.00 - 15.30 Uhr
Abschluss und Open Space
mit Sylvia Wetzel, Dr. Peter A. Levine und Prof. Joachim Bauer

Moderation: Dr. Urs Honauer (CH)

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